Praxis Dr. Michael M. Hirschl<br>
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Das akute Koronare Syndrom

Der Begriff "akutes koronares Syndrom" umfasst die instabile Angina pectoris, den nicht -ST-Hebungs-Infarkt (NSTEMI) und den ST-Hebungsinfarkt (STEMI). Die Grafik erläutert die Unterschiede dieser 3 Krankheitsbilder.

Die Differenzierung zwischen den einzelnen Krankheitsbildern wird primär vom EKG bestimmt:

Ursache

Stenosierende und ulzerierende (Plaqueeinriss) Koronarsklerose mit thrombotischem Gefäßverschluss

Symptomatik

Diagnostik

Die initiale Diagnose des akuten koronaren Syndroms stützt sich auf das 12-Ableitungs-EKG. Die Laborparameter sind nur dann von Bedeutung, wenn das initiale EKG keine ST-Strecken-Hebungen zeigt. In dieser klinischen Situation ist der Nachweis einer Erhöhung herzspezifischer Marker erforderlich, um eine Myokardinfarkt nachzuweisen. Die herzspezifischen Marker werden allerdings frühestens 4 Stunden nach Ereignisbeginn nachweisbar.

Biomarker Nachweis nach Schmerzbeginn Dauer der Nachweisbarkeit
Myoglobin 1-2 Stunden 6-8 Stunden
CK 4-6 Stunden 24-48 Stunden
CK-MB 4-6 Stunden 24-48 Stunden
LDH 12-18 Stunden 48-96 Stunden
Troponin (I,T) 4-8 Stunden bis zu 10 Tagen

Differentialdiagnose

Akut Therapie

Die initiale Therapie des akuten koronaren Syndroms umfaßt 5 Säulen:

Komplikationen

Prognose

Die Prognose des Patienten hängt vom Ausmaß der Myokardnekrose ab. Diese ist wiederum abhängig vom Zeitintervall zwischen Verschluss des Koronargefäßes und effektiver Wiedereröffnung. Unter dem Begriff "TIME IS MUSCLE" wird sehr deutlich dokumentiert, dass die Prognose des Patienten in den ersten Stunden nahezu ausschließlich von diesem Zeitintervall bestimmt wird.

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