Ruhe-EKG und Ergometrie

Beurteilung von: Rhythmus, Blockbildung, Herzinfarkt, P-Welle, ST-Strecke, T-Welle

ergonometrie 03Ergometrie

Indikationen:

  • Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit
  • Kontrolle nach PCI (Herzkatheder) und/oder Stent - normalerweise 6-9 Monate nach Intervention
  • Verdacht auf belastungsinduzierte Hypertonie
  • Therapiekontrolle nach Hypertonie-Einstellung
  • Verlaufskontrolle bei Patienten mit Herzinsuffizienz

Durchführung:

Vor Beginn der Untersuchung werden Körpergewicht und Körpergröße ermittelt. Auf Basis dieser Daten wird die maximal zu erreichende Herzfrequenz und die maximal zu erreichende Leistung ermittelt. Im Anschluss daran wird das Fahrrad für den Patienten entsprechend adaptiert und mit einer Vorbelastung begonnen.

Im Verlauf wird alle 2 Minuten die Leistung um 25 Watt erhöht, wobei am Ende der jeweiligen Belastungsstufe der Blutdruck erhoben wird.

Nach Beendigung der letzten Stufe erfolgt eine 3-5 Minuten andauernde Nachbelastungsphase, die unter laufender EKG-Kontrolle erfolgt. Außerdem wird am Ende der Untersuchung der Blutdruck neuerlich erhoben.

Gründe für einen Abbruch der Untersuchung:

  • Angina pectoris - Anfall
  • Ausgeprägte Dyspnoe (= Atemnot)
  • Erreichen der individuellen Leistungsgrenze (Beinschwäche, Gelenksbeschwerden, etc.)
  • Rhythmus-Störungen
  • Ausgeprägter Blutdruckabfall während der Belastung
  • Blutdruckwerte über 240 mm Hg systolisch (=1.Wert)

Diagnostische Kriterien:

  • Formal positiv: ST-Strecken-Veränderungen, Rhythmus-Störungen, Blutdruckabfall
  • Klinisch positiv: typische AP-Symptomatik, belastungsassoziierte Dyspnoe

Eine klinisch und/oder formal positive Ergometrie ist eine zwingende Indikation für weitere Untersuchungen zum Nachweis oder Ausschluss einer koronaren Herzkrankheit.
Eine negative Ergometrie schließt eine Koronare Herz Krankheit (KHK) in 80% der Patienten aus.