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Pulmonalembolie

Definition

Die Pulmonalembolie ist die Verlegung der Lungenarterien mit Thromben, die dem venösen Blutkreislauf entstammen.

Entstehung

Es sind 2 grundsätzliche pathophysiologische Mechanismen der Lungenembolie zu definieren:

Die mechanische Verlegung der Lungenstrombahn durch embolisches Material und die damit verbundene Engestellung größerer Gefäßgebiete führt zu einer Zunahme des pulmonalen Gefäßwiderstandes und damit zum pulmonalen Hochdruck.

Das rechte Herz reagiert auf die plötzliche Druckerhöhung mit den Zeichen der plötzlichen Rechtsbelastung (akutes cor pulmonale). Das u.U. damit verbundene mangelhafte Blutangebot an die linke Herzkammer kann zu einem Abfall des Blutdruckes bis hin zum Schock führen. Diese Blutdruckabfall ist in schweren Fällen für eine verminderte Durchblutung der Herzkranzgefäße und eine begleitende Angina-pectoris-Symptomatik verantwortlich.

Symptome

Die klinische Symptomatik der Lungenembolie ist leider häufig unspezifisch. Auch die einfachen im praeklinischen Bereich vorhandenen Hilfsmittel wie Statuserhebung und EKG erlauben nur in seltenen Fällen eine eindeutige Diagnose.

Symptom Häufigkeit (%)
Dyspnoe = Atemnot oder Luftnot 46-100
Tachypnoe = Erhöhte Atemfrequenz (> 20/min) 40-95
Tachykardie = Erhöhte Herzfrequenz (>90/min) 60-70
Thoraxschmerz = Brustschmerz 55-75
Husten 20-50
Hämoptoe = Bluthusten 15-25
Atemabhängiger Schmerz 30-70

Diagnose

Die Diagnose der Lungenembolie wird durch folgende Untersuchungen gesichert:

Häufigkeit und Risiko

In den USA sterben ca. 50.000-60.000 Menschen im Jahr an Pulmonalembolie.
25-50% aller Thrombosen führen zu einer Lungenembolie.
Begünstigende Faktoren für Thrombosen sind Immobilisation nach Unfällen, Operationen, Geburt sowie höheres Lebensalter und schwere internistische Erkrankungen (Kardiomyopathie = Herzschwäche, Pneumonie = Lungenentzündung) mit Einschränkung der Mobilität.
Weitere Risikofaktoren sind länger dauernde Auto- oder Flugreisen.

Therapie

Die Stadieneinteilung der Pulmonalembolie ist die Grundlage für das jeweilige therapeutische Vorgehen.
Die Pulmonalembolie Grad IV führt normalerweise innerhalb weniger Minuten zum Herz-Kreislaufstillstand. Die sofort einzusetzenden Maßnahmen richten sich nach der jeweiligen Rhythmusstörung des Herzens (Asystolie, elektromechanische Entkoppelung oder Kammerflimmern).

Besteht der hochgradige Verdacht auf eine Pulmonalembolie so kann nur durch eine sofort durchgeführte Thrombolyse (medikamentöse Auflösung des Thrombus) eine Stabilisierung des Kreislaufes erzielt werden

Begleitende therapeutische Maßnahmen umfassen:

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