Netzwerk Herzinsuffizienz im Waldviertel
Die Zahl der herzinsuffizienten Patienten steigt seit mehreren Jahren kontinuierlich an. Aktuell hat die Zahl der in Österreich wegen Herzinsuffizienz stationär aufgenommenen Patienten bereits die Patienten mit bösartiger Grunderkrankung übertroffen.
Dieser Anstieg an herzinsuffizienten Patienten wird sich in den nächsten Jahren noch weiter dramatisch beschleunigen.
Herzinsuffizienz
Je ausgeprägter die Symptomatik der Herzinsuffizienz ist, desto höher ist die jährliche
Sterblichkeit. Es ist daher von vitaler Bedeutung herzinsuffiziente Patienten in einem
möglichst frühen Stadium der Erkrankung zu erfassen und adäquat zu behandeln.
Ziel des Netzwerkes "Herzinsuffizienz-Therapie im Waldviertel" ist es, die Vorraussetzungen für ein frühzeitige Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz im Waldviertel zu schaffen.
Die initiale Diagnose der Herzinsuffizienz wird in der Mehrzahl der Fälle durch den niedergelassenen Allgemein-Mediziner sowie durch den Internisten gestellt. Zusätzlich haben die regionalen Krankenhäuser eine entscheidende Funktion in der primären Diagnostik der Herzinsuffizienz, da die Patienten im Rahmen einer akuten Herzinsuffizienz praktisch immer stationär aufgenommen werden.
Die weitere Evaluierung der Herzinsuffizienz einerseits hinsichtlich der Ursachen andererseits hinsichtlich einer optimalen Therapie ist von einem Kardiologen zu koordinieren.
Im Netzwerk "Herzinsuffizienz-Therapie im Waldviertel" streben wir eine optimale Kooperation zwischen
- Allgemein-Medizinern,
- Internisten,
- Pulmologen und
- Kardiologen an,
um die herzinsuffizienten Patienten dieser Region nach den neuesten Erkenntnissen der Medizin zu behandeln.
Nach der Diagnostik und der Einleitung der Therapie durch den Kardiologischen Spezialisten erfolgt sowohl die Therapie als auch die Überwachung des Therapie-Erfolges durch den niedergelassenen Allgemein-Mediziner oder Internisten.
Nach erfolgreicher Etablierung der Herzinsuffizienz-Therapie erfolgt eine Kontrolle durch den kardiologischen Spezialisten in halbjährlichem bis jährlichem Abstand. Ausnahmen sind aktuelle Verschlechterungen der klinischen Symptomatik bei konstanter Therapie sowie Nebenwirkungen der Medikation, die eine Modifikation der Therapie notwendig machen.
Dem regionalen Krankenhaus kommt eine spezielle Funktion zu, da es einerseits neu auftretende Herzinsuffizienzen diagnostiziert und andererseits Patienten mit einer akuten Verschlechterung der klinischen Symptomatik bei bekannter Herzinsuffizienz betreut.
Eine entsprechende Information über diese Patienten an den Kardiologen ebenso wie an den unmittelbar betreuenden Arzt ermöglicht eine unmittelbare Qualitätskontrolle der Herzinsuffizienz-Therapie.
Der Erfolg des Netzwerkes "Herzinsuffizienz-Therapie im Waldviertel" wird vom Willen zur Kooperation zwischen Allgemein-Medizinern, Internisten, Kardiologen und regionalem Krankenhaus bestimmt werden. Als Maß für diesen Erfolg gilt die Verbesserung der Prognose sowie die Steigerung des Wohlbefindens unserer herzinsuffizienten Patienten.
