Praxis Dr. Michael M. Hirschl<br>
Eggenstrasse 4, A-3730 Eggenburg<br>
Tel.: 02984/4757, Fax: 02984/2661360<br>
e-mail: praxis@kardiologie-hirschl.at

Aortendissektion

Symptomatik

Die akute Aortendissektion kann sich in einer Vielzahl von klinischen Symptomen präsentieren. Der akut einsetzende Schmerz findet sich in über 90% aller Patienten mit Aortendissektion. Die Charakteristik und die Lokalisation dieses akut einsetzenden Schmerzes variiert allerdings außerordentlich stark.

Eine weitere häufig tödlich verlaufende Komplikation ist die plötzlich auftretende Aorteninsuffizienz, sowie die Perikardtamponade bzw. der Pleuraerguß.
Zeichen einer zerebralen Ischämie (Mangeldurchblutung des Gehirns) sind die häufigste zerebrale Manifestationsform der Aortendissektion und findet sich in 5-12% aller Patienten. Die Kombination eines Thoraxschmerzes und eines neu aufgetretenen neurologischen Defizits ist hochgradig suspekt auf die Existenz einer Aortendissektion.

Therapeutisches Management

Bei Patienten mit Aortendissektion ist das primäre therapeutische Ziel die vitalen Parameter zu optimieren, um die weitere Ausdehnung der Dissektion bzw. die Ruptur zu verhindern.

Folgende 3 therapeutische Ziele gilt es zu erreichen:

  1. Senkung des arteriellen Blutdruck auf das niedrigste Niveau, das noch eine Organperfusion (Druck, bei dem die Organe durchblutet werden) gewährleistet
  2. Reduktion der Geschwindigkeit des Blutvolumens, welches mit jeder Ventrikelkontraktion auf die Aortenwand trifft.
  3. Reduktion der Herzfrequenz

Der Einsatz einer suffizienten Betablockade ("Betablocker") ist die effektivste Methode, die 3 oben genannten therapeutischen Kriterien zu erreichen.
Esmolol, ein kurz wirksamer Betablocker, ist das Mittel der ersten Wahl. Die daraus resultierenden hämodynamischen Veränderungen (Veränderung des Blutflusses) sind eine Reduktion der Herzfrequenz sowie eine Reduktion der aortalen Wandspannung. Allerdings besteht bei vielen Patienten trotz des Einsatzes von Betablockern eine ausgeprägte Hypertonie, die erst durch die Verabreichung eines zweiten Antihypertensivums kontrolliert werden kann. Grundsätzlich stehen mehrere Substanzen zur Auswahl:

Praxis Dr. Michael M. Hirschl | Eggenstrasse 4, A-3730 Eggenburg
Tel.: 02984/4757, Fax: 02984/2661360 | e-mail: praxis@kardiologie-hirschl.at