Ursachen, Entstehung und Risiken der Adipositas
Die Adipositas wird durch eine Reihe komplexer Vorgänge ausgelöst:
- genetische Beeinflussung
- umweltbedingte Einflüsse
- Biochemische Vorgänge
- Kulturelle und soziale Komponenten
- Neurologische Veränderungen
Die Genetik sowie umweltbedingte Einflüsse sind die wichtigsten Faktoren in der
Entstehung der Adipositas.
Übergewicht hat in den letzten Jahrzehnten eine drastische Zunahme in den industrialisierten
Ländern erfahren.
Prognosen für das Jahr 2030 sagen eine Zunahme der Personen mit einem
BMI von >30 kg/m² von derzeit 15-20% auf 50% voraus.
Die Erkrankung stellt daher nicht nur ein wesentliches medizinisches Problem sondern auch ein wirtschaftliches Problem dar und bedarf daher intensiver
Prävention (Vorbeugung ) und Therapie.
Hauptrisiken der Adipositas:
Die Adipositas ist mit einer Vielzahl von Erkrankungen verbunden bzw. begünstigt die Entstehung ernsthafter Erkrankungen. Dies betrifft nicht nur Gefäßerkrankungen sondern auch Krebs- und degenerative Erkrankungen:
- Zerebrovaskuläre Erkrankungen (Schlaganfall)
- Kardiovaskuläre Erkrankungen (Herzinfarkt)
- Herzinsuffizienz (Verminderung der Pumpleistung des Herzen)
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Verschluss der Arterien)
- Hypertonie (Bluthochdruck)
Die Verbindung von Adipositas und arterieller Hypertonie sind wissenschaftlich belegt. Zusätzlich ist bekannt, dass der Fettverteilungstyp eine wesentliche Rolle für die Entstehung des Bluthochdrucks bei adipösen Patienten spielt.
- Hyperlipidämie (Erhöhte Blutfettwerte)
Die Adipositas führt zu einer Reduktion des HDL - Cholesterins (=gutes Cholesterin) und damit zu einer Erhöhung des Risikos, an Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken.
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Gicht
- Steatosis hepatis (Fettleber)
- Degenerative Gelenkserkrankungen
- Schlafapnoe - Syndrom
Eine entsprechende Gewichtsreduktion führt zu einer Reihe von positiven Effekten:
- Reduktion des Blutdruckes
- Abnahme des Insulinspiegels
- Zunahme des HDL-Cholesterins (=gutes Cholesterin)
- Abnahme des LDL-Cholesterins (=schlechtes Cholesterin)
- Abnahme des Risikos, einen Herzinfarkt zu erleiden (kardiovaskuläres Risiko)
- Geringere Belastung der großen Gelenke (Verminderung degenerativer Veränderungen)
